Die beiden Gemeinden Au und Widnau entwickeln gemeinsam ein «Zukunftsbild» für das Bahnhofsgebiet Heerbrugg. Dabei geht es um die Optimierung der Verkehrsflüsse, die Verbesserung der Erreichbarkeit, die Berücksichtigung neuer Mobilitätsbedürfnisse und eine darauf abgestimmte Siedlungsentwicklung. Die Ergebnisse sollen auch in die Ortsplanungen der beiden Gemeinden einfliessen.
Am 15. September 2021 wurde das grenzüberschreitende Agglomerationsprogramm der vierten Generation dem Bund übergeben. Es präsentiert die Entwicklungsvision für unser Rheintal und formuliert Strategien und Massnahmen für eine bessere Koordination von Siedlung, Verkehr und Landschaft. Für den Ausbau notwendiger Verkehrsinfrastrukturen beantragt die Agglomeration – der Zusammenschluss des Kantons St. Gallen, des Landes Vorarlberg und 22 Gemeinden auf beiden Seiten des Rheins – beim Bund ein Paket von über 20 Massnahmen mit einem Investitionsvolumen von rund 170 Millionen Franken.
Zukunftsbild Bahnhofsgebiet Heerbrugg
Gestützt auf das Agglomerationsprogramm und die laufenden Ortsplanungsrevisionen in den Gemeinden Au und Widnau soll für das Bahnhofsgebiet Heerbrugg ein Zukunftsbild erarbeitet werden. In den letzten Jahrzehnten hat sich im Osten des Bahnhofs das Siedlungsgebiet stark entwickelt und die «Zweiteilung» durch die SBB-Bahngeleise stellt für die künftige Entwicklung des Gebiets eine grosse Herausforderung dar. So stehen einerseits die Verkehrsinfrastrukturen im Fokus; in erster Linie der öffentliche Verkehr, der Langsamverkehr aber auch neue Mobilitätsformen. Denn veränderte Lebensstile und Werthaltungen sowie neue Technologien werden die Mobilität in Zukunft erheblich verändern. Diese Trends sollen mitberücksichtigt werden. Ziel ist eine Entflechtung der Verkehrsflüsse und die Verbesserung der Erreichbarkeit der Knotens Heerbrugg als zentrale Verkehrs- und Mobilitätsdrehscheibe aus allen Richtungen. Andererseits soll eine Vision entwickelt werden für die bauliche Entwicklung als Zentrum des Mittelrheintals. Das Zukunftsbild wird die Potentiale des Bahnhofgebiets aufzeigen und Basis bilden für eine langfristige Entwicklungsstrategie, die in Etappen umgesetzt werden kann.
Gemeindeübergreifende Vernetzung
Die Erarbeitung des Zukunftsbilds erfolgt in verschiedenen Arbeitsschritten. Seit Ende 2021 wurden Grundlagen gesichtet, analysiert und daraus ein Zielkatalog definiert. Daraus entstanden Szenarien für die Gesamtentwicklung im Zentrum Heerbrugg, welche anhand des Zielkatalogs hinsichtlich ihrer verkehrlichen, städtebaulichen und freiräumlichen Qualität bewertet wurden.
Unterstützt wurden die beiden Gemeinden Au und Widnau in diesem Denk- und Arbeitsprozess durch metron Raumentwicklung AG, Brugg, sowie ERR Raumplaner AG, St. Gallen. Zudem hat eine breit abgestützte Begleitgruppe aus Vertretern der Gemeinden Au und Widnau, Ortsplanern, Vertretungen aus dem lokalen Gewerbe, der SBB und Bus Ost sowie externen Fachexperten aus den Bereichen Verkehr, Städtebau und Freiraum den Prozess an bislang fünf Sitzungen begleitet.
Schlussbericht - Genehmigung Gemeinden
Der Schlussbericht "Zukunftsbild Bahnhofsgebiet Heerbrugg" vom 7. November 2025 wurde von den Gemeinderäten Au, Balgach und Widnau genehmigt. Der Kanton nahm den Schlussbericht entsprechend zur Kenntnis. Als nächstes werden die einzelnen Massnahmen des Zukunftsbild von den Gemeinden in Bezug auf die raumplanerischen Instrumente genauer geprüft.
Dokumente
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| Präsentation Informationsanlass 02.05.2024 (PDF, 17.19 MB) | Download | 0 | Präsentation Informationsanlass 02.05.2024 |
| Zukunftsbild Bahnhofgebiet Heerbrugg - Schlussberi (PDF, 18.41 MB) | Download | 1 | Zukunftsbild Bahnhofgebiet Heerbrugg - Schlussberi |
| Zukunftsbild Bahnhofgebiet Heerbrugg - Situationsp (PDF, 2.74 MB) | Download | 2 | Zukunftsbild Bahnhofgebiet Heerbrugg - Situationsp |