Die heutige Monsteinbrücke
Die heute als Monsteinbrücke bekannte Bogenbrücke über den Binnenkanal beim Bahnhof Au wurde im Jahr 1901 als Erweiterung der damals bereits bestehenden Rheinbrücke errichtet. Mit dem Bau des Binnenkanals in den Jahren 1894 bis 1906 wurde sie für die Verbindung ins Rheinvorland und damals noch nach Österreich benötigt.
Heute hat die Brücke über den Binnenkanal immer noch wichtige Funktionen. Sie dient der Zufahrt zur Wasserversorgung, wird von Fussgängerinnen und Fussgängern sowie Velofahrenden als Zugang zur nationalen Veloroute Nr. 2 im Rheinvorland genutzt und trägt diverse Werkleitungen.
Die Geschichte
Wie kam es dazu, dass genau an dieser Stelle die heute noch stehende Monsteinbrücke errichtet wurde? Im 16. Jahrhundert waren die Fähren am Monstein ein wichtiges Verkehrsmittel, um den Rhein zu überqueren. Auch in den folgenden Jahrhunderten blieb die Fährverbindung die wichtigste Möglichkeit, auf die jeweils andere Rheinseite zu gelangen. Erst im Jahr 1867 änderte sich dies: Die Gemeinden Au und Lustenau begannen mit dem Bau der damaligen Monsteinbrücke über den Rhein. Die erste Brücke wurde vollständig aus Holz errichtet. In den folgenden Jahren wurde sie durch beidseitige Holzverstrebungen und ein Schindeldach ergänzt. Dadurch erhielt sie das typische Erscheinungsbild einer sogenannten «Hüslibrugg». Die Verbindung wurde dann im Jahr 1901 um die heute bekannte Bogenbrücke über den Binnenkanal weiter ausgebaut.
Ein Unglück setzte der Monsteinbrücke über den Rhein im Jahr 1950 ein jähes Ende. Ein Brand zerstörte die Holzbrücke weitgehend. Lediglich rund 20 Meter auf der Lustenauer Seite konnten vor den Flammen gerettet werden. Bereits 1951 wurde an derselben Stelle ein Brückenprovisorium errichtet.
Doch die verkehrlichen Anforderungen hatten sich inzwischen grundlegend verändert. Das Verkehrsaufkommen nahm stetig zu und verlangte nach einer leistungsfähigeren Verbindung. Deshalb wurde ab 1955 beim heutigen Grenzübergang Au-Lustenau eine neue Rheinbrücke gebaut. Sie konnte 1957 eingeweiht werden. Das Provisorium der Monsteinbrücke über den Rhein wurde daraufhin 1958 vollständig abgebrochen.
Was heute noch geblieben ist
Von der früheren Verbindung zwischen Au und Lustenau im Gebiet Monstein ist heute somit nur noch die Bogenbrücke über den Binnenkanal erhalten, die sich zwischen der Autobahn und den SBB-Gleisen, etwas nördlich des Bahnhofs Au und unmittelbar neben dem Restaurant Isebähnli befindet.
Die Zukunft der Brücke
Nun steht die Monsteinbrücke über den Binnenkanal vor der nächsten Etappe ihrer Geschichte: Aktuell läuft das Projekt zur Sanierung der historischen Brücke. Die Konstruktion weist Korrosionsschäden auf und auch die Verankerungen beziehungsweise die Brückenwiderlager sind in einem schlechten Zustand.
Eine Generalsanierung ist deshalb notwendig, um die Sicherheit und den langfristigen Erhalt der Brücke zu gewährleisten. Im Rahmen des Projekts soll die historische Konstruktion umfassend überholt und dort, wo es erforderlich ist, erneuert werden.
Damit wird die Monsteinbrücke auch künftig ihre Funktion erfüllen können, insbesondere als wichtiger Zugang für den Langsamverkehr ins Rheinvorland und zur nationalen Veloroute.
Die ersten Vorarbeiten für die Generalsanierung dürften noch in diesem Jahr beginnen.